Ich sehe Crepis capillaris, habe aber Zweifel:
- Pappus/Früchte als Bestimmungsmerkmal ist nicht vorhanden.
- Gemäss FH sind die "Zungenblüten aussen oft rötlich", was ich nicht erkennen kann.
Sicher kann eine DYC-Spezialistin die Sache klären.
Aargau, Unteres Wynental, renaturierter Teil eines Kiesabbaus, 440 m, Osthang, stark gestörte Ruderalfläche
Crepis capillaris?

Thomas Stirnemann 22.10.2022
4 Réponses
Als nicht-DYC-Spezialistin würde ich deinen Fund auch vorsichtig Crepis capillaris nennen.
Gute Merkmale für die Art scheinen mir:
Auf dem Radar hab ich jeweils noch den seltenen Nizza-Pippau (Crepis nicaeensis): Äussere Hüllblätter zur Blütezeit aber deutlich abstehend, Köpfchen grösser (2 cm Durchmesser); siehe Beobachtung von Simon Crameri auf iNat.
Und das häufige Herbst-Milchkraut (Leontodon autumnalis): Stängel nur mit Schuppenblättern, Blütenstiel unter dem Köpfchen allmählich verdickt.
Bin froh um Ergänzungen/Korrekturen ;-)
Lieber Gruss, muriel
Spannend! Vielen Dank für die akribische Arbeit und den Link.
Du schreibst: “Äussere Hüllblätter deutlich kürzer, zu den inneren Hüllblättern gebogen oder diesen anliegend." Ich habe das Originalbild vergrössert - damit ist wohl alles klar.
C. nicaeensis wäre eine echte Sensation an diesem Standort und kann auch aufgrund der Verbreitungskarten in Infoflora wohl ausgeschlossen werden.
Den allmählich verdickten Blütenstiel, der für Leontodon autumnalis sprechen würde, habe ich auf keinem meiner Bildern, auch nicht auf den unveröffentlichten, gefunden.
Als Vergleich zwei Köpfchen des Herbst-Milchkrauts (Leontodon autumnalis).
Im Wiki findet sich ein erstes, noch spärlich illustriertes Porträt zu L. autumnalis; falls jemand Fotos dieser Art hat, die hier verwendet werden dürfen, gerne an dieser Stelle posten oder an info@openflora.ch schicken. Merci :-)
Danke einmal mehr - L. autumnalis fehlt noch in meiner Sammlung, leider …