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Gebiet der Unteren Havel in Deutschland

Jonas Brännhage
Jonas Brännhage 18.08.2024

Ich war Ende Juli/Anfang August eine Woche im Gebiet der Unteren Havel in Deutschland unterwegs. Eine super spannende Flusslandschaft, die auch botanisch sehr reichhaltig ist. Hier ein paar botanische Impressionen mit vielen Arten, die in der Schweiz entweder gar nicht vorkommen oder dann sehr selten sind.

Angefangen mit der osteuropäischen Röhricht-Brennessel (Urtica kioviensis), die in Deutschland fast nur entlang der Havel zu finden ist.

27.07.2024 (Jonas Brännhage)
27.07.2024 (Jonas Brännhage)
27.07.2024 (Jonas Brännhage)

29 Risposte

Sium latifolium (in der Schweiz wohl ausgestorben, aber mittlerweile wieder angesiedelt?!) ist erstaunlich verbreitet entlang der Havel und einer der häufigsten Doldenblütler im Gebiet.

27.07.2024 (Jonas Brännhage)
27.07.2024 (Jonas Brännhage)
27.07.2024 (Jonas Brännhage)
29.07.2024 (Jonas Brännhage)

Veronica longifolia gehört zu den sogenannten Stromtalarten in Deutschland und ist hauptsächlich entlang der grösseren Flüsse zu finden. Dort besiedelt sie sogenannte Brenndoldenwiesen (benannt nach einer charakteristischen Apiaceae), welche im Frühjahr häufig überschwemmt sind und im Sommer dann jedoch recht trocken sein können (wechselfeuchte Arten).

27.07.2024 (Jonas Brännhage)

Der Schwimmfarn - Salvinia natans. 

27.07.2024 (Jonas Brännhage)

Oenanthe fistulosa mag's richtig feucht und wächst gerne entlang von Gräben. Habe ich in der Schweiz noch nie gesehen….

  • Oenanthe fistulosa
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27.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Oenanthe fistulosa
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27.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Oenanthe fistulosa
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27.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Oenanthe fistulosa
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Carex vulpina. Bei uns viel seltener als die ähnliche C. otrubae

  • Carex vulpina
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27.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Carex vulpina
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27.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Carex vulpina
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Leonurus marrubiastrum hier an der Elbe bei Sandau

  • Leonurus marrubiastrum
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Leonurus marrubiastrum
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Das Kleine Flohkraut Pulicaria vulgaris ist entlang der Elbe und Havel noch erfreulich oft anzutreffen (und oft in grossen Beständen). Teils findet man es sogar ruderal entlang feuchter Wegränder.

28.07.2024 (Jonas Brännhage)

Mentha pulegium, die Polei-Minze, kenne ich bislang nicht aus der Schweiz. Die Kelchröhre wird durch einen Haarring verschlossen und die Blätter der Art sind auffallend klein.

28.07.2024 (Jonas Brännhage)
28.07.2024 (Jonas Brännhage)
28.07.2024 (Jonas Brännhage)

Schlammling (Limosella aquatica) an einem sandigen Ufer entlang der Elbe

  • Limosella aquatica
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Limosella aquatica
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Spergularia echinosperma (Samenfoto!) kommt in Deutschland nur entlang der Elbe vor

28.07.2024 (Jonas Brännhage)
28.07.2024 (Jonas Brännhage)

Corrigiola litoralis ist häufig zu finden an der Elbe

  • Corrigiola litoralis
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Corrigiola litoralis
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Stellaria palustris (oft blaugrün und mit grossen Blüten, in Feuchtwiesen) steht graminea nahe. Sie soll früher im Berner Seeland vorgekommen sein?!

  • Stellaria palustris
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Stellaria palustris
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Stellaria palustris
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31.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Stellaria palustris
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31.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Stellaria palustris
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Viola stagnina/persicifolia ist erstaunlich regelmässig anzutreffen……

28.07.2024 (Jonas Brännhage)

Myosotis laxa/cespitosa

28.07.2024 (Jonas Brännhage)
28.07.2024 (Jonas Brännhage)

Cardamine parviflora ähnelt C. hirsuta (unterscheidet sich aber unter anderem durch die schmalen, keilförmigen Grundblätter) und ist extrem viel seltener. Sie besiedelt lückige Feuchtwiesen und ist sehr schwierig aufzuspüren (geringe Grösse). 

  • Cardamine parviflora
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Cardamine parviflora
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28.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Cardamine parviflora
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Oenanthe aquatica ist an der Havel einer der häufigsten Doldenblütler.

  • Oenanthe aquatica
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29.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Oenanthe aquatica
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Auch häufig ist Sagittaria sagittifolia, das Pfeilkraut

29.07.2024 (Jonas Brännhage)

Die Brenndolde (Cnidium dubium) ist die namensgebende Art für die dortigen Brenndoldenwiesen (wechselfeuchte Wiesen entlang der grossen Flüsse, mit osteuropäischer Verbreitung). Leider war sie nur gelegentlich anzutreffen..

29.07.2024 (Jonas Brännhage)

Chaerophyllum bulbosum sieht man hin und wieder an Wegrändern (in der Schweiz höchstens mal verwildert)

  • Chaerophyllum bulbosum
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29.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Chaerophyllum bulbosum
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Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) ist wie der Name andeutet ein Sandspezialist. Sandböden fehlen in der Schweiz leider halt praktisch völlig….

30.07.2024 (Jonas Brännhage)
30.07.2024 (Jonas Brännhage)

Scutellaria hastifolia, das Spiessblättrige Helmkraut, wollte ich schon lange mal sehen…. 

  • Scutellaria hastifolia
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30.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Scutellaria hastifolia
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30.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Scutellaria hastifolia
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Das Silbergras - Corynephorus canescens - ist auch ein richtiger Sandspezialist. Es gibt tatsächlich einen alten Herbarbeleg aus Schaffhausen (die Art muss also mal in der Schweiz vorgekommen sein). Bei InfoFlora wurde sie aber dennoch nicht aufgenommen..

30.07.2024 (Jonas Brännhage)
30.07.2024 (Jonas Brännhage)
30.07.2024 (Jonas Brännhage)

Juncus atratus ist auch in Deutschland sehr selten (hier ein Zufallsfund bei Havelberg). Man erkennt sie an den kantigen Blättern (sonst schaut sie aus wie eine grosse, aufrechte articulatus).

30.07.2024 (Jonas Brännhage)
30.07.2024 (Jonas Brännhage)

Anthemis ruthenica, Russische Hundskamille. Auch auf Sand

31.07.2024 (Jonas Brännhage)

Aira praecox (mit zusammengezogenem Blütenstand im Gegensatz zur in der Schweiz vorkommenden caryophyllea)

  • Aira praecox
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31.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Aira praecox
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Die Schwarzbeerige Zaunrübe - Bryonia alba klettert an einem Thuja-Strauch. Bei uns praktisch ausgestorben, an mangelndem Thuja kann's aber kaum liegen…

  • Bryonia alba
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31.07.2024 (Jonas Brännhage)
  • Bryonia alba
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Die Kaschuben-Wicke (Vicia cassubica) ähnelt etwas der Vogel-Wicke und kommt ebenfalls nicht vor bei uns.

  • Vicia cassubica
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02.08.2024 (Jonas Brännhage)
  • Vicia cassubica
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02.08.2024 (Jonas Brännhage)
  • Vicia cassubica
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02.08.2024 (Jonas Brännhage)
  • Vicia cassubica
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Zufallsfund von Lythrum hyssopifolia in einem Acker nahe der Elbe. Es hatte wohl mehrere Tausend Exemplare….

03.08.2024 (Jonas Brännhage)

Herzlichen Dank für den umfassenden Bericht. Scheint ein spannender Lebensraum zu sein, diese Brenndoldenwiese.