Hallo zäme
Von Muriel habe ich zu dem Begriff Achsenbecher/Hypantium eine erklärende Skizze aus dem Buch von Foko Weberling erhalten. Ich habe versucht, dies an einer offenen Blüte einer Nachtkerze nachzuvollziehen. Dazu galt es erst mal, den sehr langen Achsenbecher zu sektionieren, ohne allerdings den Griffel zu verletzen. Das ist ziemlich gut gelungen und ich möchte Euch die Bilder nicht vorenthalten. Soweit ich im Rothmaler gesehen habe, sind die gezeigten Merkmale für die Bestimmung der Arten innerhalb der Aggregate zum Teil von Interesse, resp. entscheidend.
Bestäuber sind ja bei den Oentohera sp. in erster Linie Nachtfalter. Frühmorgens habe ich aber mindestens auch Honigbienen und Schwebfliegen beobachten können, die sich für die Blüten zu interessieren scheinen. Während die Honigbiene immer auf den Grund der Blüte vordringt und sich wohl für die Nektardrüsen am Grund des (Blüten-)Achsenbechers interessieren würde (aber natürlich nicht hinkommt), delektiert sich die Schwebfliege meist an den Pollenkörnern. Diese sind übrigens mit Fäden verbunden. Dies ist auf dem Bild der vierteiligen Narbe grad noch zu erkennen. Es führt auch dazu, dass Besucher-Insekten bisweilen mit einem ganzen Spinnwebnetz aus Pollen von dannen ziehen…wohl für sie eher lästig als sonst was.
Da die Begriffe vielleicht für viele von uns nicht alltäglich sind, erlaube ich mir (auf die Gefahr hin, den Kenner damit zu nerven), diese Bilder kurz zu präsentieren.
Herzliche Grüsse
Lorenz
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