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Nachtkerzen Blütenteile (Oenothera biennis aggr.)

Lorenz Scherler
Lorenz Scherler 26.07.2022

Hallo zäme

Von Muriel habe ich zu dem Begriff Achsenbecher/Hypantium eine erklärende Skizze aus dem Buch von Foko Weberling erhalten. Ich habe versucht, dies an einer offenen Blüte einer Nachtkerze nachzuvollziehen. Dazu galt es erst mal, den sehr langen Achsenbecher zu sektionieren, ohne allerdings den Griffel zu verletzen. Das ist ziemlich gut gelungen und ich möchte Euch die Bilder nicht vorenthalten. Soweit ich im Rothmaler gesehen habe, sind die gezeigten Merkmale für die Bestimmung der Arten innerhalb der Aggregate zum Teil von Interesse, resp. entscheidend.

Bestäuber sind ja bei den Oentohera sp. in erster Linie Nachtfalter. Frühmorgens habe ich aber mindestens auch Honigbienen und Schwebfliegen beobachten können, die sich für die Blüten zu interessieren scheinen. Während die Honigbiene immer auf den Grund der Blüte vordringt und sich wohl für die Nektardrüsen am Grund des (Blüten-)Achsenbechers interessieren würde (aber natürlich nicht hinkommt), delektiert sich die Schwebfliege meist an den Pollenkörnern. Diese sind übrigens mit Fäden verbunden. Dies ist auf dem Bild der vierteiligen Narbe grad noch zu erkennen. Es führt auch dazu, dass Besucher-Insekten bisweilen mit einem ganzen Spinnwebnetz aus Pollen von dannen ziehen…wohl für sie eher lästig als sonst was.

Da die Begriffe vielleicht für viele von uns nicht alltäglich sind, erlaube ich mir (auf die Gefahr hin, den Kenner damit zu nerven), diese Bilder kurz zu präsentieren.

Herzliche Grüsse

Lorenz

Achsenbecher oben am Blütenkelch angeschnitten, deutlich ist der Ansatz der Staubblätter zu erkennen und der Griffel, welcher im Achsenbecher verschwindet (Lorenz Scherler)
Achsenbecher bis hinunter zum Fruchtknoten halbiert (blau, erkennbar eine "Röhre") und Narbe mit Griffel daraus entfernt (rot) (Lorenz Scherler)
Nektardrüsen am Grund des Achsenbechers (rot) und Fruchtknoten (blau). Der Inhalt des Fruchknotens besteht aus vielen kleinen weissen ovalen Körperchen (evtl. schon die Früchte?), Die Behaarung und die Drüsenhaare mit roten Pünktchen am Fruchtkonten aussen sind Bestimmungsmerkmale. (Lorenz Scherler)
  • Oenothera biennis
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Haare im Innern des Achsenbechers (blau) und am Griffel aussen (rot) sind ebenfalls Bestimmungsmerkmale (Lorenz Scherler)
Vierteilige Narbe mit anhaftenden Pollenkörnern. Bei Vergrösserung ist vermutlich gerade noch ein Verbindungsfaden der Pollenkörner zu erkennen. (Lorenz Scherler)
Honigbiene auf Oenothera sp. Diese sind schwierig scharf abzubilden, da sie sehr nervös werden wenn sie sich in den Fäden verheddern, wenn sie vom Kelchgrund wieder auftauchen. (Lorenz Scherler)
Die Schwebfliege verhält sich nach dem Absetzen auf den Staubfäden dagegen ruhig und ist ein dankbarer Protagonist:-)! (Lorenz Scherler)

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